Szilágyszér war Gastgeber des Treffens der Presbyter
Am 18. April 2026 wurde in Szilágyszér das Frühjahrstreffen des Presbyteriumsverbandes der Reformierten Kirchenregion Nagykároly organisiert. Die Teilnehmer hörten einen Vortrag von Pfarrer Kánya Zsolt Attila aus Kémer über den christlichen Umgang mit Konflikten.
Zu der Veranstaltung kamen Presbyter aus Bogdánd, Érdengeleg, Érkőrös, Hadad, Hadadnádasd, Iriny, Kaplony, Lele, Mezőterem, Nagykároly, Szekeres, Szilágypér, Tasnád sowie natürlich aus der örtlichen Gemeinde Szilágyszér.
Das Treffen begann mit einem Gottesdienst in der Kirche, bei dem Pfarrer Csürös Róbert anhand von Römer 12,18 das Wort Gottes verkündete. Der Prediger hob hervor, dass jeder Mensch sowohl in seiner Familie als auch in der Gemeinde nach Frieden streben soll. Der Frieden muss in uns selbst beginnen, denn durch unsere Taten, Worte, unseren Tonfall oder sogar durch unsere Gesichtsausdrücke können wir anderen gegenüber Unmut ausdrücken – oft sogar unbeabsichtigt. Was für uns vielleicht selbstverständlich erscheint, kann andere verletzen.
„Als Christ muss ich mir bewusst sein, dass ich nicht nur meine Taten, sondern auch meine Worte, Gefühle und Gedanken durch den Heiligen Geist kontrollieren lassen muss. In der Frage des Friedens brauchen wir dringend die Hilfe Gottes, damit er uns die nötige Weisheit schenkt, mit der wir auf uns selbst und auf die Menschen um uns herum achten können“, sagte der Pfarrer.
Im Einklang mit der Predigt machte auch der Vortrag des Treffens auf die Bedeutung einer einvernehmlichen Zusammenarbeit miteinander aufmerksam. Kánya Zsolt Attila erläuterte den Begriff des Konflikts, stellte biblische Beispiele für schwierige Situationen vor und präsentierte sechs Methoden der Konfliktbewältigung. Er sprach über destruktive und konstruktive Auseinandersetzungen und betonte den Nutzen der letzteren.
„Wenn im christlichen Bereich etwas geregelt werden muss, dann muss uns die Lehre der Heiligen Schrift leiten. Die Welt mag Konflikte anders lösen, oft viel aggressiver und auf eine andere Weise, aber wir müssen darauf achten, wie wir unsere Konflikte nach Christus und gemäß der Botschaft der Bibel behandeln können“, betonte der Referent.
Nach dem Vortrag wurden zahlreiche Fragen gestellt und Gedanken ausgetauscht. Es wurde unter anderem die Frage aufgeworfen, wie man mit Menschen umgehen kann, die aufgrund bestimmter persönlicher Schwierigkeiten ständig Spannungen in ihrer Gemeinschaft verursachen. Eine wichtige Schlussfolgerung war, dass Liebe ein entscheidender Faktor bei der Lösung von Konflikten ist und Probleme rechtzeitig angesprochen werden müssen. Gemeinden sollen Orte sein, in denen Frieden herrscht. Nur dann werden Menschen gerne dorthin kommen, die in ihrem familiären oder beruflichen Umfeld ohnehin schon vielen Konflikten ausgesetzt sind.
Die Anwesenden wurden von Almási Csaba, dem Vorsitzenden des Presbyteriumsverbandes der Kirchenregion, begrüßt. Er zeigte sich erfreut darüber, dass auch diesmal viele Presbyter dieses Treffen für wichtig erachteten. Er dankte der Gemeinde von Szilágyszér dafür, dass sie den Ort für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte. Er wies darauf hin, dass die Themenwahl nicht zufällig war, da Konflikte zwischen Menschen leider immer häufiger werden und der Vortrag helfen kann, solche Situationen angemessen zu bewältigen.
Die Teilnehmer besprachen außerdem, wen sie aus der Kirchenregion für den Preis des Presbyteriumsverbandes im kommenden Jahr nominieren möchten. Die Wahl fiel auf Erdei Sándor aus Érkőrös, der seiner Kirche treu gedient hat und weiterhin dient. Ebenso wurde vereinbart, dass das nächste Presbytertreffen in der Kirche der Reformierten Kirchengemeinde Nagykároly-Gartenstadt stattfinden wird. Die Veranstaltung endete mit einer Agape.