Siebtes Gebot
„Du sollst nicht ehebrechen!“ (5. Mose 5,18)
Vor einigen Jahren machte sich eine Studentin voller Begeisterung auf den Weg in die Vereinigten Staaten, um dort eine Arbeit als Studentin anzunehmen. Sie kam erfolgreich an, und mit ihrer Arbeit war alles in Ordnung. In der Zwischenzeit lernte sie einen älteren Mann kennen, der begann, sie zu verführen. Sie kehrte nicht mehr allein nach Hause zurück – sie trug ein neues Leben unter ihrem Herzen. Der Mann machte ihr noch lange Hoffnungen, doch schließlich heiratete er sie nie. Das Kind ist inzwischen ohne seinen eigenen Vater aufgewachsen. Sicherlich ist dies kein Einzelfall; viele ähnliche und sogar noch schlimmere Geschichten könnten erzählt werden. Dies sind die Folgen, wenn wir der Versuchung nachgeben und das Verbot des siebten Gebots übertreten. Es wird niemals gute Folgen haben, wenn jemand vor oder außerhalb der Ehe ein sexuelles Leben führt und damit gegen Gottes Ordnung handelt.
In die Falle der Versuchung zu geraten dauert nur einen Augenblick, doch die Konsequenzen können unser ganzes Leben von einem Moment auf den anderen grundlegend verändern. Im Garten Eden hatte das erste Menschenpaar alles; sie lebten sorglos, ohne Leiden und Tränen. Dennoch war es für den Versucher leicht, Adam und Eva in die Falle der Sünde zu locken. „Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und verlockend wäre, weil er klug macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.“ (1. Mose 3,6) Die Sünde blieb nicht ohne Folgen. Der Versucher macht keine Ausnahmen, er stellt jeden auf die Probe: „Ist es nicht so: Wenn du recht tust, darfst du dein Haupt erheben; wenn du aber nicht recht tust, lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber sollst über sie herrschen!“ (1. Mose 4,7b)
„Was will Gott im siebten Gebot? Dass wir die Unzucht von Herzen hassen, weil Gott sie verflucht hat, und dass wir ein reines und zuchtvolles Leben führen, sei es in der heiligen Ehe oder außerhalb von ihr.“ (HK 108) Amen.
GEBET: Allmächtiger Gott, ich danke dir für die Gebote, die mich wie Wegweiser führen. Sie zeigen mir die richtige Richtung, damit ich mich nicht in unnötige Schwierigkeiten bringe. Ich bitte dich, gib mir die Kraft, den Versuchungen zu widerstehen. Segne mich mit einem reinen Herzen und einem reinen Leben! Amen.
Sebestyén Elek Előd