Palmsonntag
„Und sie brachten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf; und er setzte sich darauf. Viele aber breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!“ (Markus 11, 7-9)
Vor dem Osterfest zieht Jesus gemeinsam mit seinen Jüngern nach Jerusalem. Ihr Weg führt über Bethanien und das am Hang des Ölbergs gelegene Betphage. In Betphage legt Jesus das letzte kurze Wegstück auf dem Rücken eines Esels zurück. Auf eigenartige Weise sorgt er für die Beschaffung des Eselsfüllens: Er schickt seine Jünger zu einer ungenannten Person, um das Tier zu holen. Er verfügt über das Gut dieses Menschen, als wäre es sein eigenes. Aber was besitzen wir Menschen schon, was nicht sein wäre? Nach unserem Liedgut und Bekenntnis bekennen wir: Wir gehören nicht uns selbst, sondern wir sind das Eigentum unseres Erlösers, Jesus Christus.
Auf dem Rücken dieses Esels zieht Jesus in Jerusalem ein. Als er dort ankam, breiteten einige ihre Kleider auf dem Weg aus, andere Palmzweige. An diesem Palmsonntag kommt Jesus auch zu uns. Auch wir müssen vieles vor seine Füße legen. Wir müssen ihm unseren Dank und unsere Freude bringen. Wir müssen ihm danken, dass er uns in der Unsicherheit, die uns umgibt, dennoch nicht allein lässt. Er kommt, er zieht in unser Leben ein. Jetzt bittet er nicht um ein Eselfüllen. Er bittet um unser Herz, damit er auf ewig bei uns wohnen kann. Amen.
GEBET: Lieber Jesus, ich bin glücklich, dass du an diesem schönen Palmsonntag auch zu mir kommst und mich suchst. Ich weihe dir mein Herz und mein ganzes Leben. Ich habe nichts, was nicht dein wäre; und ich weiß, dass du auf alles achtest, was dein ist. Ich danke dir dafür! Amen.