Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei
„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die zu ihm passt.“ (1. Mose 2,18)
Ich möchte die heutige Andacht gleich mit einer persönlichen Erfahrung beginnen. Bevor ich geheiratet habe, dachte ich oft, wie schön doch die Unabhängigkeit sei. Ich konnte jederzeit hingehen, wohin ich wollte. Ich musste mich an niemanden anpassen. Meine Zeit und mein Geld konnte ich so einteilen, wie ich es wollte.
Durch Gottes Gnade habe ich meine Ehefrau kennengelernt, und heute haben wir zwei Kinder. Heute gibt es weder Geld noch Karriere, die mehr wert wären als sie. Die gemeinsam mit der Familie verbrachten Augenblicke, die Freude der Schwangerschaft und Geburt, die ersten Worte, die ersten Schritte, die ersten Fahrten mit dem Fahrrad — und ich könnte die Liste noch lange fortsetzen — nichts im Leben kann diese Erfahrungen ersetzen. Wir können uns bilden, jede Position erreichen, die verschiedensten Orte der Welt bereisen, doch nichts kommt auch nur annähernd an das heran, was eine Familie bedeutet: ein Ehepartner, der in jeder Situation an unserer Seite steht, und Kinder, die unserem Leben Sinn geben. Nichts kann das ersetzen. Gott hat uns so geschaffen, dass wir einander Helfer und Gefährten sind. Auch die hebräischen Bezeichnungen drücken diese Zusammengehörigkeit aus: ’isch bedeutet Mann, ’ischah bedeutet Frau.
Vor Kurzem habe ich gelesen, dass die Ehe wie eine leere Schatztruhe ist. Wir selbst müssen sie Tag für Tag mit Schätzen füllen. Ich wünsche jedem lieben Leser, die Schatztruhe seiner Ehe mit viel Liebe, Treue, Fürsorge, Geduld, Lächeln und Frieden zu füllen. Möge die Familie für uns alle der kostbarste Schatz und Wert sein, den wir von Gott als Geschenk empfangen haben und den wir treu bewahren. Amen.
GEBET: Herr, ich danke Dir für meine Familie. Bitte beschütze uns unter Deinem Schutz, und lass Deinen Segen an jedem einzelnen Tag unseres Lebens mit uns sein! Amen.
Sebestyén Elek Előd